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Neuerscheinung von Random House/Bertelsmann * Herbst 2015

Tod in Weimar von Dominique Horwitz

Das Wichtigste bei einem Krimi ist nun mal der Plot, der muss spannend sein bis zum Schluss. Das ist bei diesem Krimi, wenn auch mit Abstrichen, der Fall. Auch das Milieu stimmt und das Personal ist markant und unverwechselbar. Das Genre Krimi umfasst eine große Bandbreite, von Klassikern wie Raymond Chandler bis zu Brutalo-Krimis und Ramschware am Bahnhofskiosk. Dominique Horwitz‘ „Tod in Weimar“ ist eher in der feinsinnig skurrilen Ecke einer Agatha Christie anzusiedeln. Die Hauptfigur Roman Kaminski ist Kutscher und Fremdenführer und lebt auf einem heruntergekommenen Gestüt bei Weimar.

„Er selbst liebte ja Zitate, doch manche Touristen waren geradezu krankhaft besessen davon.“ (S. 94/95). Und damit sind wir bei den Mängeln, von dem einen etwas zu viel und dem anderen etwas zu wenig. Sämtliche Geistesgrößen, die es einmal nach Weimar verschlagen hat, werden zitiert. Das Milieu, ein Altersheim für greise Schauspieler, und die Hauptfigur als Fremdenführer geben das natürlich her. Es gibt dann aber auch noch schriftstellerische Ambitionen beim Protagonisten: „Nein, so etwas würde er keinem Leser zumuten.“ (S. 188)

So schlimm ist es nicht, Herr Horwitz. Aber zu viel, zu wenig: Während sich das greise Personal in bester Boris-Becker-Manier in der Besenkammer vergnügt, plagen den Kutscher Liebeszweifel, die einem Dreizehnjährigen, der mitten in der Pubertät steckt und rot wird, wenn man ihn nach seinem Namen fragt, gut zu Gesicht stünden. Manches wird wirklich zu dick aufgetragen und hemmt dadurch das Lesevergnügen.

Natürlich setzt der Verlag vor allem auf den Promi-Status des Autors. Für diejenigen, die mit dem, groß gesetzten, Namen Dominique Horwitz nichts anfangen können, gibt es sicherheitshalber ein Foto des markanten Schauspielergesichts auf dem Umschlag hinten.

Hannah Monyer und Martin Gessmann: Das geniale Gedächtnis: Wie das Gehirn aus der Vergangenheit unsere Zukunft macht

Am 16. Februar 2016 titelt die BBC in ihren Nachrichten "Why brains are beautiful", und davon handelt das Buch von Monyer und Gessmann.

Als ich im Januar 2016 anfing, das Buch zu lesen, war ich gerade mit der ersten Fassung meines Romans „Die Durchschlag-Strategie“ fertig. Gleich die ersten beiden Sätze des Vorworts „»Fisch und Vogel mögen sich ja mögen, wo aber bauen sie ihr Nest?« Mit dieser Lebensweisheit aus dem Tierreich sprach uns ein Kollege Mut zu, als wir beiläufig einmal die Idee erwähnten, gemeinsam ein Buch zu schreiben“, ließen mich aufhorchen, versuchen hier doch eine Neurobiologin, Hannah Monyer, und ein Philosoph, Martin Gessmann, sich dem Phänomen Gedächtnis, und damit auch dem Gehirn, aus zwei Richtungen anzunähern. Natürlich erinnerten sie mich sofort an meine beiden Protagonisten, Anna Kant, Neurologin, und Carsten Kant, abgebrochener Philosophiestudent und Computerladen-Inhaber, der sich ständig Projekte ausdenkt, bei denen er Philosophie, IT und Neurologie miteinander verbinden will. Selbst die Schauplätze, Universitäten und Forschungseinrichtungen stimmten in meiner Fiktion von Anfang an häufig mit denen in der Realität überein, zum Beispiel Tübingen, Heidelberg oder auch Universitäten in den USA.

Für mich hat dieses Buch genau die richtige Mischung, wissenschaftlich genug, um der Sache gerecht zu werden, verständlich genug, um auch von einem interessierten Laien mit Genuss gelesen werden zu können. Es gibt kaum ein spannenderes und unterhaltsameres Thema als unser Gehirn. Und gerade die naturwissenschaftliche, neurologische wie geisteswissenschaftliche, philosophische wird diesem Gegenstand in höchstem Maße gerecht.
 
 

© by Klaus-Dieter Regenbrecht, Koblenz 2016

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