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Das gemeinsame Projekt
der Schreibwerkstatt "Kreatives Schreiben"
(VHS Koblenz, Sommer 2005), Kursleitung und Internet-Realisation:
Klaus-Dieter Regenbrecht
Anthologie zum
Schiller-Jahr,
Beitrag von Adelheid Schmidt
Fischerknabe
singt im Kahn: Melodie des Kuhreihens
Es lächelt der
See, er ladet zum Bade,
Der Knabe schlief ein am grünen Gestade,
Da hört er ein Klingen,
Wie Flöten so süß,
Wie Stimmen der Engel
Im Paradies.
Und wie er erwachet in seliger Lust,
Da spülen die Wasser ihm um die Brust,
Und es ruft aus den Tiefen:
Lieb Knabe, bist mein!
Ich locke den Schläfer,
Ich zieh ihn herein.
(Aus:
Wilhelm Tell, Friedrich Schiller)
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Es zeigt sich das Böse
mit lachendem Gesicht,
dem Jungen, der ruhig schläft
in weiter, grüner Natur.
Im Traum erklingen ihm
Stimmen und Flötentöne,
er fühlt sich bei Engeln
im Lust - Paradies.
Tiefer Fall - sein Erwachen,
Wasser umspült warm
seine nackte Brust.
Die Tiefe ruft ihn,
den jungen Träumer,
lockt listig den Schläfer
ins ewig - dunkle Gestrudel ...
©
Adelheid Schmidt 2005
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