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Am Rheine schlage ich dann ein
Theater auf und lade zu einem großen dramatischen Feste. So hatte Richard
Wagner einst seine kühnen Pläne mit dem Ring des Nibelungen und
Rheingold formuliert. Gäbe es einen geeigneteren Ort als das Deutsche Eck
am Rhein, zu Füßen der Festung Ehrenbreitstein, dem burggekrönten
Felsgipfel, wo die Götter wohnen. Aber aus dem Traum vom Rheingold wird während
der Aufführung ein Alptraum, der böse Ahnungen und Erinnerungen
wachruft.
Dinah Schmidt schreibt in der Rhein-Zeitung (20. Juli 1998):
"Diese Erzählung ist 'al dente', enthält
ironischen Biss, einen spritzigen Schuss Spannung und bittere Tiefe. Da
ist zunächst die munter plätschernde Oberfläche: In einen mitreißenden
Krimi entführt uns der Autor, ans 'deutscheste Eck aller Ecke'. Jäh
entpuppt sich der vermeintlich hehre 'Rheingold'-Genuss als kaltblütig
geplantes Verbrechen. Unerbittlich wird das Eck besetzt, das Publikum
durch Waffengewalt in Schach gehalten. Was führen die Gangster im
Schilde?" |