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Thomas Krämer:
Mord Land Fluß
Erzählung, 72 Seiten
ISBN
3-923532-88-1 KAFF
3
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| Haueisen wird von einer Düsseldorfer Versicherungsgesellschaft nach Koblenz
geschickt, um dort im Mordfall eines Kunsthändlers Untersuchungen anzustellen.
Der Tote war am Rheinufer bei Urbar aufgefunden worden. Die äußeren Umstände
legen den Verdacht nahe, dass es um sich um eine Art Hinrichtung gehandelt haben
muss. In Urbar schließlich trifft er auf seinen alten Klassenkameraden „Mampfi",
bei dem er für ein paar Tage unterkommen kann. |
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"Erster Schuss ins Schwarze ... oder ein
gelungenes Erstlingswerk. Was sich anfangs ganz harmlos anhört, sogar im
wahrsten Sinne des Wortes an ein Kinderspiel erinnert, hat's in sich: Kurzum:
Mord und Politik - ein brisante Mischung!" Monika Boyce in RPS
Medien, Mainz 10.1.99
"Thomas Krämer erzählt schnörkellos, geht
zielstrebig auf sein Ziel los, hält die Spannung und sprenkelt in die Erzählung
immer wieder Koblenz-Details ein." Ernst Peter Strauch,
Rhein-Zeitung Koblenz, 17.2.99
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| Haueisen wird klar, dass er es mit einer Gruppe zu tun hat, die im Besitz von
Beutekunst ist, und vor Mord nicht zurückschreckt. Er wird sogar von einem
„General" kontaktiert, der ihm ein Geschäft anbietet.
Ein Geschäft, das
dem alternden Haueisen einen ruhigen Lebensabend in Südfrankreich bescheren könnte.
Sie treffen sich auf der Festung Ehrenbreitstein, und Haueisen wird allmählich
klar, auf was er sich eingelassen hat. „Mord Land Fluß" ist ein
spannender Kurzkrimi mit viel lokalem und historischem Hintergrund.
Thomas Krämer: Jahrgang 1967. Nach Studium der evangelischen Theologie in
Wuppertal und Bonn, freischaffend als Autor und in der Erwachsenenbildung tätig.
Er ist zur Zeit Vorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) in
Rheinland-Pfalz. „Mord Land Fluß" ist seine fünfte
Einzelveröffentlichung; aber die erste Erzählung.
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Leseprobe:
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Der stetig fallende Regen kräuselte die Oberfläche des träge
dahinströmenden Rheins. Es war ein ungewöhnlich milder Dezember, dafür
regnete es seit drei Tagen und Nächten ununterbrochen. Der Mountainbiker auf
dem Leinpfad warf einen prüfenden Blick auf das Ufer gegenüber.
Nein, da war noch jede Menge Raum, kein Weihnachtshochwasser
dieses Jahr, der trockene Sommer und der schöne Herbst hatten für ein fast
beunruhigendes Niedrigwasser gesorgt. Entlang des Flusses waren die selten
gesehenen Felsen aufgetaucht, im Volksmund Hungerfelsen genannt, beinahe hätte
man zu Fuß zur Insel Graswerth hinübergehen können, zumindest im November.
Jetzt hingegen ... Auch keine weiße Weihnacht in Sicht bei dem Sauwetter. Der
Mountainbiker schüttelte sich und strich Wasser aus seinem Pferdeschwanz.
Immerhin konnte er seit dem Ausbau des Pfades seine Runden drehen, ohne einen
Bandscheibenvorfall zu riskieren. Saubere Arbeit. Er wollte gerade kräftiger in
die Pedale treten, als sein Blick am Pfadrand hängen blieb.
"Dat giddet doch nit!"
Er sah noch einmal hin.
"Nä, escht nit!"
Doch ohne Zweifel, was da in drei Schritt Entfernung aus einem
spärlichen Busch ragte, waren Beine. Und dahinter zeichneten sich im Gestrüpp
die Umrisse eines fülligen Männerkörpers ab. Der Mountainbiker hatte es plötzlich
sehr eilig, spurtete an der Leiche vorbei weiter in Richtung Ehrenbreitstein.
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© by Dietmar Fölbach
Verlag 1999
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