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Sinje Beck:
Deckname Werner
Erzählung, 146 Seiten
ISBN 3-934795-04-8
KAFF 5
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Fipps, Förster Felsenbrücks pfiffiger Terrier, macht einen grausigen
Fund, er entdeckt eine verstümmelte Frauenleiche im Staatswald. Dass der
Rüde sich mit einem Finger des Opfers davon machen will, ist nur eins der
vielen Probleme, mit denen die ermittelnden Kriminalbeamten zu kämpfen
haben. In der Firma der Ermordeten gehen seltsame Dinge vor sich. Was zum
Beispiel ist mit Werner und der stets regelmäßigen Anzahl von Schuppen
auf seinem Anzug, seinem merkwürdigen Gang und seltsamen Essgewohnheiten?
Fragen über Fragen, die auf erstaunliche Weise am Ende eine Antwort
finden, und der Leser wird sich verwundert die Augen reiben, ist das denn
möglich?
"'Deckname
Werner' ist nicht nur ein Kriminalroman, sondern auch ein Stück
Science-Fiction, Liebesgeschichte und Realsatire. Mit viel Sprachwitz
erzählt er vom alltäglichen Kampf mit den Tücken des Objektes, die
einem irgendwie bekannt vorkommen. Über 140 Seiten erstrecken sich die
manchmal wunderlichen Ereignisse am Rande des Westerwaldes."
Amneris Bürschel, Rhein-Zeitung, Ausgabe Betzdorf - Altenkirchen, 23.
Februar 2001 |
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Leseprobe:
| Es war einer jener
unendlich schönen Sonnenaufgänge, etwas kalt zwar, aber dennoch
wundervoll. Über dem sich leicht dahinwindenden Bach stieg der Frühnebel
empor. Einem zarten Band gleich, dachte Förster Felsenbrück in Anlehnung
an den Gedichtband, den er sich letzte Woche aus der kleinen Bücherei
entliehen hatte. Der Wald verströmt den unverwechselbaren Duft dieser
Tageszeit. Vom Hochsitz schien ihm die Welt immer in Ordnung. Die Vögel
sangen ihre morgendlichen Lieder und waren in bester Stimmung. Da hinten
hielt ein Feldhase seine Löffel in die Luft, immer auf der Hut, doch wo
steckte sein treuergebener Terrierrüde Fipps schon wieder? Wenn die
Jogger vom Lauftreff 'Achilles e.V.' den Waldweg entlang kamen und Fipps
sahen, würden sie erneut mit dem Oberkreisdirektor von Heiligenhösel
drohen, weil der Hund nicht angeleint war. Entschlossen griff er zum
Fernglas, um seinen Hund zu orten.
Fipps stromerte unterdessen um einen
verlassenen Fuchsbau herum und der Sonnenaufgang war ihm egal. Der Bau gab
keine neuen Gerüche frei, er roch ähnlich wie gestern und vorgestern.
Als Fipps die Nase ostwärts in den frischen Wind hielt, wehte ein bis
dahin noch nie da gewesener Geruch oder eher Gestank an ihm vorüber.
Erregt und gleichzeitig angeekelt, trabte Fipps tapfer ostwärts Bald
stieß er mit der Nase auf etwas Regloses. Da er ein gut konditionierter
Jagdhund war, wusste er, dass er jetzt schwanzwedelnd bellen musste, um
ein Leckerchen zu erhalten. So gut hatte er sein Herrchen schon dressiert.
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von Sinje Beck! |
© by Dietmar Fölbach
Verlag 2000
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