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Alle Rechte vorbehalten © All rights reserved by Klaus-Dieter Regenbrecht 1998 - 20
11

 

Sinje Beck:
Deckname Werner
Erzählung, 146 Seiten
ISBN 3-934795-04-8
KAFF
5

 


Fipps, Förster Felsenbrücks pfiffiger Terrier, macht einen grausigen Fund, er entdeckt eine verstümmelte Frauenleiche im Staatswald. Dass der Rüde sich mit einem Finger des Opfers davon machen will, ist nur eins der vielen Probleme, mit denen die ermittelnden Kriminalbeamten zu kämpfen haben. In der Firma der Ermordeten gehen seltsame Dinge vor sich. Was zum Beispiel ist mit Werner und der stets regelmäßigen Anzahl von Schuppen auf seinem Anzug, seinem merkwürdigen Gang und seltsamen Essgewohnheiten?

Fragen über Fragen, die auf erstaunliche Weise am Ende eine Antwort finden, und der Leser wird sich verwundert die Augen reiben, ist das denn möglich?

"'Deckname Werner' ist nicht nur ein Kriminalroman, sondern auch ein Stück Science-Fiction, Liebesgeschichte und Realsatire. Mit viel Sprachwitz erzählt er vom alltäglichen Kampf mit den Tücken des Objektes, die einem irgendwie bekannt vorkommen. Über 140 Seiten erstrecken sich die manchmal wunderlichen Ereignisse am Rande des Westerwaldes."
Amneris Bürschel, Rhein-Zeitung, Ausgabe Betzdorf - Altenkirchen, 23. Februar 2001

Leseprobe:

Es war einer jener unendlich schönen Sonnenaufgänge, etwas kalt zwar, aber dennoch wundervoll. Über dem sich leicht dahinwindenden Bach stieg der Frühnebel empor. Einem zarten Band gleich, dachte Förster Felsenbrück in Anlehnung an den Gedichtband, den er sich letzte Woche aus der kleinen Bücherei entliehen hatte. Der Wald verströmt den unverwechselbaren Duft dieser Tageszeit. Vom Hochsitz schien ihm die Welt immer in Ordnung. Die Vögel sangen ihre morgendlichen Lieder und waren in bester Stimmung. Da hinten hielt ein Feldhase seine Löffel in die Luft, immer auf der Hut, doch wo steckte sein treuergebener Terrierrüde Fipps schon wieder? Wenn die Jogger vom Lauftreff 'Achilles e.V.' den Waldweg entlang kamen und Fipps sahen, würden sie erneut mit dem Oberkreisdirektor von Heiligenhösel drohen, weil der Hund nicht angeleint war. Entschlossen griff er zum Fernglas, um seinen Hund zu orten.

Fipps stromerte unterdessen um einen verlassenen Fuchsbau herum und der Sonnenaufgang war ihm egal. Der Bau gab keine neuen Gerüche frei, er roch ähnlich wie gestern und vorgestern. Als Fipps die Nase ostwärts in den frischen Wind hielt, wehte ein bis dahin noch nie da gewesener Geruch oder eher Gestank an ihm vorüber. Erregt und gleichzeitig angeekelt, trabte Fipps tapfer ostwärts Bald stieß er mit der Nase auf etwas Regloses. Da er ein gut konditionierter Jagdhund war, wusste er, dass er jetzt schwanzwedelnd bellen musste, um ein Leckerchen zu erhalten. So gut hatte er sein Herrchen schon dressiert.

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© by Dietmar Fölbach Verlag 2000