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aus "Schwarzer":
Hunde kann ich nicht mehr leiden, Frauen sind mir
gleichgültig, meine Arbeit interessiert mich nicht und die Polizei verachte
ich. Mir ist nichts geblieben.
Natürlich tue ich immer noch meine Arbeit und ich
esse, schlafe, trinke, sehe viel fern. Aber ich kann nicht mehr denken, mich nur
noch erinnern, ohne jedoch das, was in der Erinnerung aufsteht, zu verstehen.
Ich bin nicht verzweifelt, Verzweiflung und Bitterkeit liegen längst hinter
mir. Es findet sich kein Wort dafür, denn jedes Wort, das ich finden könnte,
hat eine Bedeutung, einen Sinn, aber das unbeschreiblich Bedeutungslose ist so
umfassend und dicht; vielleicht ist es das, was man mit der Umschreibung Tod zu
bezeichnen versucht. Aber lassen Sie mich von vorne anfangen.
aus "Bekenntnisse eines
Geisterfahrers":
Wenn ich mich heute dazu entschließe, meine
Verfehlungen am Straßenverkehr zu bekennen, die man gemeinhin mit dem Begriff
des Geister- oder Falschfahrens belegt, spreche ich als Bekehrter. Ich bin kein
Geisterfahrer mehr, ich war Geisterfahrer. Ich war im Verkehr vom Geist
durchtränkt, war selbst ein Geist, unfaßbar und unbegreiflich für die anderen
Verkehrsteilnehmer und doch mehr als nur ein Geist, denn ich war und bin
körperlich, so vollkommen irdisch.
Allerdings will ich gestehen, daß es mir
schwerfällt,
meine Vergehen vorbehaltlos zu verdammen. Denn nur durch meine Schwachheit und
die Kraft der Sünde bin ich ein geläuterter Mensch geworden, der seine
Verirrungen einsehen und den Mut fassen kann, zu bekennen.
aus "Der unglaubliche Aufstieg
der Limone Pece-Peiniger zur Zitrone Weze-Reinigerin":
(Der etwas andere Heimatgroschenroman)
High- und zerrmatt wollen wir frönen fedelio d'armore
mit meinem Marterhorn (mirror is human).
Dinstack im Schwuli. Släuten am Blablablabend: Nock,
nock, Bambino at the dorr. Limone Pece-Peiniger recht freundlich im Entree:
"Hallihallo, der kleine Moteck aus der
Nachtbrashütte. Schon wieder Zorres, du Juniormacker?"
"I wo was, wo denxt hin!"
Er, ungerade elf, mithin gerade zehn, knallt ihr
Palast/Tick/Titte vor (Läi)dis Schlappen:
"Voila, kannst des fir mi sterfecken? Ne gekleute
Affodil. Meine Alte hat börsday on sirsday."
Limone nimmt die Titte und lurt
noy:
"Scharf, dat isne echte Affodil, ein nicht
domestiziertes Frauendessous", dessouziert sie, "Fundort?"
"Ai, ai, Donna, im Zwergwald hinnerm Babyssos fand
ich des Druiden Dropout."
"Echt affengeil", lallt Limone lüstern,
"da wird deine alte Tussi voll drauf
abfahren."

aus "TOP-SECRET:
Phil O'Cognish rettet die Welt":
Phil O'Cognish war Humangenetiker. Nicht nur das. Er
war Philosoph, Chemiker und Physiker, Geoökologe und Computerfachmann. Ein
brillanter Microbiologe und gleichzeitig einer der erfahrensten
Weltraumexperten, der alle umliegenden Planeten bereits zu Forschungszwecken
besucht hatte. Seine Ausbildung hatte er an den besten Universitäten der Erde
erhalten. Fast drei Jahrzehnte hatte der Student in Peking, Paris, Oxford und
Harvard gelebt.
Schließlich war er hier in Berkeley, California,
gelandet und seßhaft geworden. Phil O'Cognish war der Wissenschaftler der
Zukunft und ein Wissenschaftler von mittelalterlicher Universalität.
Natürlich wußte nicht alle Welt um seine Brillanz und
Genialität. Nur die wirklich Wichtigen und Kompetenten und Potentaten der
"res mundi" kannten seine Kapazität. Phil O'Cognish war ein äußerst
erfolgreicher und wohlhabender Mensch. Besaß ein herrschaftliches Haus in einem
herrlichen Park. Eine Motorjacht und ein Ocean-Liner ankerten am Cognishen Ufer,
und das Personal kümmerte sich ebenso gewissenhaft um seine Luftflotte auf dem
Anger hinter den Tennisplätzen und dem weitläufigen Golfplatz.
Er war glücklich und bescheiden, sah seine Kinder
heranwachsen und hatte ein wenig Angst vor den Feierlichkeiten, die seinen
fünfzigsten Geburtstag begleiten würden.(...)
Phil O'Cognish war an seinem fünfzigsten Geburtstag
Alkoholiker, geschieden, gehaßt und verachtet. Die Party war eine einzige
Peinlichkeit, die mit einem ungeheuerlichen Skandal endete. Dem Rausschmiß
O'Cognishs aus Gesell- und Wissenschaft. Verbannung, Exil.
Er hatte in volltrunkenem Zustand alle fünfzig Kerzen
mit einem Strahl ausgepisst, genau in die Null der Fünfzig der gigantischen
Geburtstagtorte geschissen. Versucht, den High-Society-Ladies ins Dekolletee zu
onanieren. Was ihm nur bei einer gelang.
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