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Klaus-Dieter Regenbrecht


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Über die "Tricks der Bücher"
Studierende stellen Autoren der Region vor -
Klaus-Dieter Regenbrecht

KOBLENZ. Mit Klaus-Dieter Regenbrecht stellen Studenten der Universität Koblenz diesmal einen der bekanntesten Autoren der Region vor. Tanja Rieger über den Koblenzer Schriftsteller.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum es so viele Bücher gibt? Klaus-Dieter Regenbrecht hat sich diese Frage oft gestellt und in einem Zitat von Umberto Eco, das auch im Untertitel seines Werkes "Die Rheinland-Papiere oder die Tricks der Bücher" Ausdruck findet, eine mögliche Antwort gefunden: "Der Autor ist nur ein Trick von Büchern, um ein neues Buch zu erzeugen."

Klaus-Dieter Regenbrecht, 1950 in Bassum bei Bremen geboren, beteuert, dass "Die Rheinland-Papiere" durch eben diesen Trick der Bücher entstanden sind. Der Autor und Leiter des VHS-Kurses "Kreatives Schreiben" wurde durch eine Kursteilnehmerin dazu bewegt, diesen letzten Band seines literarischen Hauptwerkes "Tabu Litu" - ein "documentum fragmentum" in neun Büchern - zu schreiben. Besagte Teilnehmerin war der Meinung, dass die Hauptfigur Karl-Dorian Rotzner, deren Erlebnisse sich wie ein roter Faden durch Regenbrechts gesamtes Tabu-Litu-Werk zieht, nicht sterben dürfe. So kehrte die Figur, die ursprünglich im siebten Buch von "Tabu Litu", "Jäger und Gejagter - Tod eines Doppelgängers", ihr tragisches Ende nehmen sollte, in den "Rheinland-Papieren" schwer verletzt wieder zurück.

Damit war das Buch "Jäger und Gejagter" selbst der Ursprung eines neuen Buches, in dem es um das Rheingold, die Nazis, um Liebe, Verschwörung und Verbrechen geht.

Dass zwar der erste Anstoß, ein neues Buch zu schreiben, oftmals ein "Trick der Bücher" ist, die Aus- und Bearbeitung aber echte Handarbeit, demonstrierte Klaus-Dieter Regenbrecht zudem anschaulich in einem Seminar an der Koblenzer Universität. Am Beispiel des bereits erwähnten siebten Bandes "Jäger und Gejagter" zeigte Regenbrecht, wie die zeitgleich in einem seiner Schreibkurse behandelten Alliterationen und andere lyrische Mittel geschickt Anfang und Ende der Erzählung miteinander verknüpfen.

Vom Schreiben allein, so der heute in Koblenz lebende Autor, können jedoch die wenigsten Schriftsteller leben. Regenbrecht, der in Bonn und Tübingen Geografie, Pädagogik, Amerikanistik, Anglistik und Sportwissenschaft studierte, ist neben der Tätigkeit als Schriftsteller und Leiter von VHS-Kursen auch Dozent für Englisch, unter anderem an der Fachhochschule Koblenz, sowie alleiniger Betreiber von kloy.de.

Das Schreiben wird für "Kloy" - alias Klaus-Dieter Regenbrecht - jedoch immer einen besonders hohen Stellenwert besitzen. So erschien erst kürzlich sein neuer Band "Das Camp" mit Erzählungen und Geschichten aus dem neuen Jahrtausend (siehe RZ vom 14. Oktober)

Rhein-Zeitung, 11.12.2004