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Auszug aus dem Kapitel
Im Goldpfad, Ostern 2011
(aus dem Roman "Im Goldpfad 10")

Eine blass ockerfarbene Staubwolke erhob sich zehn, fünfzehn Meter hoch, verwirbelte und zerfaserte, legte sich vermischt mit den Pollenwolken auf alle Oberflächen, die dem warmen Aprilwind sich boten. Es war seit Tagen Sommer mit Temperaturen um rund fünfundzwanzig Grad. So gut wie kein Regen schon sechs Wochen lang. Wenn es nicht bald Regen gab, würde die Saat kaum angehen und die Anbaufläche für Monate kümmerlich aussehen. Die Staubwolke folgte einem Case IH Puma, der eine fast fünf Meter breite Pflanzmaschine hinter sich herzog. Wahrscheinlich mit Maiskörnern geladen. Die Gemarkung hieß Hunnersch seit Jahrhunderten und am Steuer des Traktors saß der letzte Landwirt des Ortes. Was heute ein einziges Maisfeld war, gehörte vor fünfzig Jahren zehn Bauern und war ein bunter Fleckenteppich von mindestens zwanzig Viehweiden, Kartoffel- und Getreidefeldern mit Weizen und Hafer und Gerste und Roggen und Hecken, Rübenäckern und kleinen Baumgruppen dazwischen, in denen man Rebhühner und Fasane aufscheuchen konnte. So hatte es sicher Jahrhunderte lang hier ausgesehen. Größer konnte das Feld nicht werden, mehr Fläche gaben das Landschaftsbild und die Besiedlung hier nicht her.
Der Großvater des Jungbauern lebte lang nicht mehr, ein schon mit vierzig Jahren krummes und dünnes Bäuerlein. Sein Traktor war kein Case International Harvester sondern ein Porsche Super Diesel. Den hatten sich die paar Männer der Siedlung in den späten Fünfzigern und frühen Sechzigern gelegentlich ausgeliehen, um Holz aus dem Wald nach Hause zu transportieren. Die Jungs durften mit, um auch die kleineren Holzstücke aufzusammeln. Walter hatte sich, während die anderen das Holz eines umgestürzten Apfelbaumes auf einer Waldwiese sammelten, zum Traktor geschlichen und sich auf das Schutzblech über dem rechten Hinterrad gesetzt.
Ob er selbst mit dem Fuß an die Handbremse kam oder sie nicht fest angezogen war, wer hätte das nachträglich sagen können. Jedenfalls setzte sich der Traktor mit dem Anhänger voller Holz auf dem abschüssigen Gelände in Bewegung und kam kurz vor einem etwa drei Meter hohen Abhang an einem Birnbaum zum Stehen, während die Männer und die anderen Jungen wild gestikulierend und laut rufend neben dem rollenden Gespann her liefen. Walter saß stocksteif und hielt sich fest an dem dünnen Eisen fest, das als Rücklehne diente. Er fiel nicht einmal herunter, als der Traktor gegen den Baum knallte und die Vorderachse brach. Sechshundert Mark war damals viel Geld und die Familien legten zusammen.

© 2012, Klaus-Dieter Regenbrecht 

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