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Seit Anfang
2010 ist der Tabu Litu Verlag dem Informationsverbund Buchhandel, (IBU)
angeschlossen. Bestellungen über den Buchhandel können nun noch
problemloser und schneller erledigt werden. Der Verlag wird auch mit den letzten
vier Neuerscheinungen auf der Leipziger Buchmesse (18. - 21. März 2010) vertreten sein
(Halle 4: B300).
Jetzt lieferbar:
Klaus-Dieter Regenbrecht
Transit Wirklichkeit, Roman 296 Seiten, 29,90 E
ISBN 978-3-925805-55-4 (gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag)
Die beiden
weiblichen Hauptpersonen sind Helga und Gudrun. Sie leben zusammen in
West-Berlin; die eine ist Taxifahrerin und die andere, Helga, arbeitet im
Theater in der Requisite, hat aber ein Theaterstück geschrieben. Und zwar über
die Zeit und Umstände, unter denen beide sich kennen gelernt haben: Bei Straßenkämpfen
und in der Hausbesetzerszene.
Die drei Teile des Romans entsprechen drei Zeitstufen: Grenze = Sommer 89, Helga
erfährt, dass ihr Stück aufgeführt werden soll. Erste Ereignisse in Ungarn
(deutsche Botschaft usw.). Strom = Herbst (November) 89, Proben laufen. Die
Mauer fällt. Drama = März 90, Uraufführung des Stückes, erste freie Wahlen
in der DDR.
Der Konflikt
liegt darin, dass Gudrun die Verarbeitung ihrer Erlebnisse und deren
Zurschaustellung im Theater als Verrat durch ihre Freundin empfindet und sie
deshalb während des Schlussapplauses von der Beleuchtungsgalerie her auf der Bühne
erschießen will. Der Schuss geht daneben und im Trubel unter, weil Helga diesen
Schluss antizipiert und auf der Bühne inszeniert und damit die Realisierung
verhindert. Dahinter steckt zum einen das Problem »Wem gehört die Geschichte«
auf der persönlichen Basis der beiden Freundinnen als auch auf der politischen
(DDR, Widerstand), zum anderen geht es um Realität und Inszenierung,
Wirklichkeit und Wahrheit. Außer den beiden Protagonistinnen tauchen zwei
Westdeutsche aus Köln auf, lernen die beiden im Sommer kennen, sind im November
in Berlin und werden auch zur Uraufführung eingeladen.
Der Roman ist
erklärtermaßen und in jeder Hinsicht postmodern, so sind z. B. eine ganze
Reihe von Szenen Paraphrasierungen aus der Sendereihe „100 Meisterwerke“,
die damals sehr erfolgreich in der ARD lief. Das Romangeschehen ist keine platte
Abbildung einer wie auch immer gearteten Realität, sondern Darstellung des
prallen Lebens, das sich in phantasievollen Sprachbildern manifestiert. Dennoch
ist der Roman auch ein konventionell lesbarer Roman, denn alle Personen (mit
Namen und Biographie) sind eindeutig in Raum und Zeit erkennbar.
„Wir als
Angehörige einer sich zusammenfindenden Kulturnation dürfen uns dabei einer
Technik bedienen, die nicht abbildet und damit im Moment der Reproduktion schon
Lüge produziert, weil sie Totes als Lebendiges vorführt, sondern einer
Technik, die bildet, weil sie lebendig ist,“ heißt es am Ende des Romans.
Den
Tagebuchnotizen kann man entnehmen, wie sich der Roman entwickelt, wie die
Ereignisse der Wiedervereinigung aus der Distanz wahrgenommen und wie sie in die
Fiktion eingebaut werden. Interessant sicher auch, dass eben diese Notizen fast
während des gesamten Schreibvorgangs als Teil des Romanstoffes angesehen und
erst kurz vor der Veröffentlichung herausgenommen wurden. Nach zwanzig Jahren
vervollständigen sie nun den Roman zusammen mit der Zeittafel zu einem
lebendigen Bild einer sehr bewegten und bewegenden Geschichte.
Fast genau
zwanzig Jahre, nachdem der Roman zum ersten Male aufgelegt wurde (500
nummerierte und am 3. Oktober 1990 handsignierte Exemplare), gibt es die
Neuauflage, die um Tagebuchnotizen des Autors aus dem Zeitraum Juli 1989 bis
Oktober 1990 und eine Zeittafel der Wiedervereinigung ergänzt wird.
Vor zwanzig
Jahren begann die Arbeit an dem Roman »Die Grenze, der Strom und das Drama«,
der in der Taxifahrer-, Theater- und Hausbesetzerszene spielt und mit einem
novellenartigen Schuss von der Kanzel (hier: Schuss aus der Beleuchtungsgalerie
des Theaters) endet. Handlungsort: Westberlin zur damaligen Jetztzeit, also
1989.
Als dann die
Ereignisse, die zur Wiedervereinigung führten, ihren Lauf nahmen, entschied
sich der Autor, die Ereignisse nicht zu ignorieren, sondern in das
Romangeschehen einzubauen. Liest man den Roman heute auch nur auszugsweise, wird
man dem Text vieles entnehmen und abnehmen, sein Alter jedoch wohl kaum. Er
wirkt nach wie vor frisch und frech. Das mag auch an der Struktur liegen, die
sich an Video-Clips orientiert und für jedes Kapitel einen eigenen Ton findet
und ein eigenes Setting schafft. Diese Live-Mitschrift ist ein ganz ungewöhnliches
Dokument, das aus der Flut der Veröffentlichungen zum Thema nach wie vor
herausragt.
Schauen Sie sich hier
den Umschlag an und hier geht es zu
Leseproben.
Stimmen
zur Erstauflage:
Dieses
Buch ist ein pulsierender Schmelztiegel: eine spannende Story, sex and crime,
Reflektion, Literaturtheorie, Zeitaktualität, die Welt des Theaters, Scherz,
Satire, Ironie und tiefere Bedeutung. Ein ungemein lebendiges Buch, das Beste,
was wir bisher von Regenbrecht kennen."
(Schreibkraft Koblenz 10/1990)
"Auch wenn es erst Probleme bereitet, die Klammer für diese klaffende
Wunde namens Roman zu finden, am Ende muss man sich damit zufrieden geben, dass
dieser blutende Riss niemals vernarbt."
(Rhein-Zeitung, Koblenz 13./14.10.1990)
"Keine
leichte Kost für den Leser, doch fasziniert der Schriftsteller durch jandlsche
Sprachkaskaden und eine manchmal an Thomas Bernhard erinnernde bärbeißige
Ironie. Reizvoll auch seine Dialoge mit den eigenen Figuren und dem Leser. Eine
erfrischend originelle und individuelle Neuerscheinung."
(S3-TV Kulturkalender 25.1.1991)
"...
dieser flackernde Text aus Realitätspartikeln, Zitaten und kurzen Geschehenssträngen
hat für mich einen starken und sehr aktuellen Reiz, ich verstehe, dass dies
eine authentisch zeitgenössische Wahrnehmung und Spiegelung der Welt ist."
(Dieter Wellershoff, Köln 1991)
Vor 25
Jahren gab es die ersten Lesungen mit KD Regenbrecht.
Die Rhein-Zeitung
Koblenz schreibt am 23. Oktober 1983:
"Völlig
aus dem Rahmen fielen die Texte von Klaus-Dieter Regenbrecht. Unter dem
Motto "Aber es wird niemanden geben, der versteht" amüsierte er
mit Nonsenstexten, die teilweise jedoch einen Sinn hatten. Er spielte mit
Verben, Reimen, sexuellen Begriffen und verdrehte Sprichwörter. Er gab
zu, dass er die Texte selber nicht versteht und dass sie ihm trotzdem
gefallen. In ihnen sah er eine Auflehnung gegen die katastrophale
Forderung, dass jeder alles sofort verstehen muss."
Oktober 2008: kloy.de
feiert 10. Geburtstag!
Ende der 80er, Beginn
der 90er Jahre machte sich der Koblenzer
Schriftsteller Klaus-Dieter Regenbrecht (Künstlerkürzel "kloy")
mit dem
Internet vertraut. Am 15. Oktober 1998 war es endlich soweit, dass er
seine
eigene Homepage unter dem Motto "Das Abenteuer Literatur"
hochladen konnte.
Was am Anfang tatsächlich nur eine Seite (1, der besseren Lesbarkeit
halber
finden Sie die jeweiligen Links unten) war, ist mittlerweile mit über
200
Seiten eins der umfangreichsten Literaturportale im deutschsprachigen
Netz.
Natürlich gibt es aus allen Regenbrecht-Titeln Leseproben und
Besprechungen,
aber noch viel mehr: Ausführliche Anthologien von Teilnehmern der
Schreibwerkstätten (2) des Koblenzer Autors z.B., Buchvorstellungen,
sowie
Kommentare zu anderen Autoren (3) und nützliche Hinweise für
Nachwuchsschreiber (4) runden das literarische Bild ab.
Es gibt aber auch ein umfangreiches grafisches Werk zu sehen: Fotos (5),
Grafiken (6)und Animationen (7), die nur mit dem PC und im Internet möglich
sind. Denn Regenbrecht, der gerne alles alleine macht vom Schreiben über
den
Satz und die Covergestaltung seiner Bücher, erkannte schnell die neuen
literarischen und künstlerischen Dimensionen des weltweiten Netzes.
Auch der
Webauftritt ist Heimarbeit, selbst programmiert, selbst gestaltet, was
die
wenigsten seiner Besucher vermuten. Dass sich regelmäßig Dienstleister,
hochkarätige Mitarbeiter oder auch Praktikanten bei dem
Einmann-Unternehmen
bewerben, unterstreicht die Professionalität und den Erfolg des
Internetauftritts. Die Besucherzahl (8) hat sich bei rund 250 pro Tag
eingependelt, nähert sich damit insgesamt langsam der Millionengrenze.
Kein Wunder, dass die Suchmaschine Google kloy.de immer wieder ganz oben
in
den Rankings listet. Einige Beispiele: "Abenteuer Literatur"
Platz 3 von
3.750.000 Seiten, "aktuelle Literatur" Platz 1 von 476.000,
erfolgreich auch
"Rheinromantik" beispielsweise mit Platz 3 von 37.900 (Stand
5.10.2008).
Damit nicht genug, Regenbrecht will sein Gesamtkunstwerk weiter ausbauen
und
in Zukunft auch mit digitalen Videoaufnahmen (Leseauszüge) arbeiten und
sich
neue Formen der Literaturpräsentation erschließen.
(1) http://kloy.de/temporary/vault/1998index.htm
(2) http://www.kloy.de/creativewri/erupt.htm
(3) http://www.kloy.de/kommentare/kommen8.htm
(4) http://www.kloy.de/service/karriere.htm
(5) http://www.kloy.de/zk1/zk2/digipic/monat1/dezember.htm
(6) http://kloy.de/zk1/zk2/grafiken2/bild1.htm
(7) http://www.kloy.de/lesetouren/mini6.htm
(8) http://www.kloy.de/aktuelles/statistik.htm
Die
Rhein-Zeitung Koblenz hat den Text in ihrer Ausgabe vom 13. Oktober
leicht gekürzt unter dem Titel "Zehn Jahre kloy.de"
veröffentlicht.
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