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Alle Rechte vorbehalten © All rights reserved by Klaus-Dieter Regenbrecht 1998 - 20
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„Forster & Humboldt“, ein Roman in drei Teilen von Klaus-Dieter Regenbrecht. Erläuternde Kommentare

1 Sprachlich sind die Texte, da ich auf Originalquellen rekurriere (Tagebücher, Briefe etc.), natürlich eine Herausforderung, weil sowohl Forster als auch Humboldt mehrere Sprachen auf Muttersprachenniveau beherrschten und sich stilistisch ausgefeilt ausdrücken konnten. Es dürfte bekannt sein, dass zwischen Sprechen und Denken (linguistische Relativitätstheorie) ein komplexes, aber auch dynamisches Verhältnis besteht. Trump ist ein schlagendes Beispiel dafür, wie sich Geistesarmut sprachlich anhört. Also: Lesen und (wieder) differenziert denken (lernen).?? In other words: Ich bin nicht bereit, die sprachliche Armut, die wesentlich das Niveau in den Social Media prägt, untätig hinzunehmen

2 Show and tell. Ein Beispiel. Es gibt zahlreiche Darstellungen und Analysen der Mainzer Republik, die ja nur von kurzer Dauer war. Das Wesentliche wird in diesen Darstellungen mehr oder weniger pauschal benannt. In meinem narrativen Versuch, von belletristisch oder fiktiv zu sprechen, träfe es nicht, kann ich aber Details darstellen, was im einzelnen mit den involvierten Personen passierte, und wie viele Missverständnisse, Unwahrheiten etc. es gab, welche Schicksale betroffen waren. Das wird in der kurzen Zeit, in der Forster in Paris war, in aller erschreckenden Deutlichkeit greifbar, die auch mich sehr berührt hat.

3 Show and tell part two. In den Biografien kann man lesen, dass sowohl Forster als auch Humboldt mit Goethe Kontakt hatten. In meinem Opus Magnum kann ich zeigen, wo und wann unter welchen Umständen sie sich getroffen haben und wie sie sich in den schwierigen Zeiten, die damals herrschten, verhielten. Caroline Böhmer gegenüber haben sich beispielsweise sowohl Goethe, der sie sehr gut über viele Jahre kannte, als auch die Humboldt- Brüder u. a. ziemlich mies verhalten, als sie, Caroline, monatelang auf der Festung Königstein von den Preußen festgehalten wurde.

4 Kann man aus der Geschichte, gemeint ist die Zeit der Romantik (18. auf 19. Jh.), etwas lernen, kann man die Zeit mit der heutigen vergleichen? Man kann sie miteinander vergleichen und man kann immer etwas lernen. Geschichte ereignet sich aber nicht, damit nachfolgende Generationen daraus lernen. Und verschiedene Zeitgenossen werden unterschiedliche Lehren aus den Zeiten ziehen; Geschichte selbst und an sich verfolgt keinen Zweck; Geschichtsschreibung sehr wohl. Die große Frage ist, ob sie auf ein Ziel hinausläuft. Vor allem kann man die Gegenwart im Sinne Humboldts nicht nur als etwas Seiendes begreifen, sondern als etwas Gewordenes. Wenn man also erkennt, wie und warum die heutige Zeit aus der vergangenen zu dem geworden ist, was sie ist, bietet sich eher die Möglichkeit, die Zukunft zu gestalten.

Man kann Äpfel mit Birnen vergleichen. Man wird feststellen, dass es Gemeinsamkeiten gibt, beide sind Obst und man kann sie essen, dass es aber auch Unterschiede gibt. Beide gehören zur Familie Rosengewächse (Rosaceae), Apfel malus, Birne pyrus; wenn man sie isst, schmeckt man den Unterschied.

Wo also sind die Gemeinsamkeiten, wo die Unterschiede zwischen damals und heute? Beides waren sehr unruhige und ausgesprochen kriegerische Zeiten. In Europa die Französische Revolution und die napoleonischen Kriege. Weltweit erlebte der Kolonialismus seinen Höhepunkt, wenn man das traurige Kapitel so nennen darf. Erste, zarte Widerstände gegen die Sklaverei gab es, u. a. von erklärten Gegnern wie Forster und Humboldt. Forster selbst vergleicht seine Zeit mit der Zeit in den 60er Jahren A. D. in Rom mit Nero, dem Brand von Rom, dem Bürgerkrieg usw, und kommt zum Schluss, dass die Grausamkeiten seiner Zeitgenossen in Paris Kindereien im Vergleich zur Römerzeit seien. Ob die Grausamkeiten unsrer Zeit Kindereien im Vergleich zu damals sind, mag jeder selbst entscheiden.

Was den großen Roman besonders macht. 1.: Er verbindet Biografisches, Literarisches und Historisches. Die beiden Protagonisten, Forster und Humboldt, werden in ihrem Leben dargestellt, ihre Werke werden in Originalauszügen repräsentativ vorgestellt; die Zeitumstände von der Französischen über die vielen anderen Revolutionen in Europa und weltweit (also auch in den Kolonien) kommen zur Sprache wie viele andere Ereignisse der Zeit. 2.: Die Sprache, nicht nur in den Originalzitaten, ist in Orthographie und Diktion die des 18. und 19. Jahrhunderts. 3. Es gibt eine Zeitebene 2025/26, in der aktuelle Phänomene geschildert werden und Walter Wisman einzelne Aspekte des Romans und die Arbeit am Roman reflektiert. 4.: Das Werk ist reich illustriert mit Gemälden, Zeichnungen, Karten und auch mit von KI generierten Bildern, denn 5.: kommen Programme der Künstlichen Intelligenz zum Einsatz: ChatGPT von OpenAI, perplexity.ai und Übersetzungsprogramme wie DeepL. All das vermittelt einen so umfassenden Einblick, wie man es mit einem gedruckten Buch nur erreichen kann.

 

Wer es literaturwissenschaftlich haben möchte, es gibt eine Klassifizierung dieser Romane als Metahistorical Romance.

© 2026 by Klaus-Dieter Regenbrecht 

 

 

 

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